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11.03.2019, eCommerce & Onlineshops
Onlineshops können gekaufte, ungekennzeichnete Rezensionen verbieten

Drittanbieter dürfen bezahlte Bewertungen ihrer Produkte auf Amazon nicht ungekennzeichnet veröffentlichen. Das hat das Oberlandgericht Frankfurt Ende Februar beschlossen.

Geklagt hatte der Internethändler Amazon gegen einen Dienstleister, der unabhängigen Händlern auf Amazon Produktbewertungen gegen Geld anbietet. Dies läuft so ab, dass die Firma einen Tester vermittelt, der das Produkt erhält, testet und rezensiert. Die Testperson darf im Anschluss das Produkt behalten.

Dieses Verfahren wollte Amazon unterbinden, unter anderem, da bezahlte Rezensionen gegen die Richtlinien der Verkaufsplattform verstoßen. Per einstweiliger Verfügung wollte der Konzern die Dienstleisterfirma dazu zwingen, die Bewertungen zu kennzeichnen.

Der Antrag wurde jedoch zunächst vom Landgericht Frankfurt abgelehnt. Amazon focht die Entscheidung an und hatte jetzt vor dem Oberlandesgericht Frankfurt Erfolg. Die Dienstleisterfirma muss die bezahlten Bewertungen kennzeichnen.

Zur Begründung heißt es, dass der „kommerzielle Zweck“ der Rezensionen offengelegt werden müsse, da der durchschnittliche Verbraucher bei einer Bewertung davon ausgehe, dass sie ohne Gegenleistung erstellt worden sei. Er erwarte zwar keine vollkommen objektive Darstellung, wie das beispielsweise bei einem redaktionellen Bericht der Fall wäre, dafür aber, dass sie authentisch ist.

Mit Spannung erwarten wir den gesamten Urteilstext.

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